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06.01.2018

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Die Geschichte der "Pilwe"

Damals, als man wieder mehr Grund zum Lachen hatte...

zog in der Fasnacht 1951 ein lustiger Schreinermeister als Allein-Fasnachter mit einem Wägelchen, einem Fahrrad und "in närrischer Aufmachung" durch Neckarauer Straßen.

Ihm schlossen sich in den folgenden Jahren immer mehr Stammgäste des Lokals "Rheintal" und andere Freunde an, die einen kleinen Fasnachtsumzug durch Neckarau zu Wege brachten.

Die 28 Personen starke Stammtischrunde aus dem "Rheintal" wollte "dem wilden und unorganisierten närrischen Treiben" ein Ende machen und gründete darob im März 1955 die "Neckarauer Narrengesellschaft "Die Pilwe", deren Namen später in

Neckarauer Narrengilde - "Die Pilwe"

geändert wurde.



Was ist eine "Pilwe" ?


Nach Ansicht Ortskundiger ein mit Gänsefedern gefülltes Bettkissen. Ob es vom lateinischen "pulvinus" abgeleitet werden kann, mag dahingestellt sein.
Tatsache ist: Im alten Neckarau wurden viele Gänse gehalten.

Man konnte es sich daher leisten, auf Federkissen zu schlafen, wo anderswo noch Stroh als Kissenfüllung üblich war.

Mögen es also ihr Wohlstand oder auch Neid Grund gewesen sein, weshalb die Neckarauer von Ihren Nachbarn "Pilwe" genannt wurden.


Zurück zur Gilde:


Sie pflegte Beziehungen zu alemannischen und rheinischen Zünften, begann schon früh mit dem Aufbau eines Fanfarenzuges und einer Funkengarde, der sich später Mini- und Juniorengarde beigesellten.

Im Rahmen der Städtepartnerschaft Mannheim/Toulon entwickelten die "Pilwe" seit 1967 freundschaftliche Verbindungen nach Frankreich.

Neben "Rathaus-Sturm" und den Sitzungen im Großkraftwerk zählen "Dampfnudelessen" und "Fasnachtsumzug" am Fasnachtdienstag zu den Höhepunkten ihres närrischen Treibens.

Mit rund 450 Mitgliedern (2015) tragen die "Pilwe" außerhalb der Kampagne mit dem Scheunenfest zum "Vatertag" und zur Kerwe ebenso wie mit ihrer Beteiligung am Straßenfest und Weihnachtsmarkt zum geselligen Leben der Mannheimer Vorstadt bei.

Dass die Neckarauer aber schon früher närrisch waren, beweist schon um 1860 eine närrische Vereinigung mit Namen "Die stille Schote" die zusammen mit dem MGV "Harmonie" Fasnachtsumzüge veranstaltete. 1904 gründete sich eine Karnevalgesellschaft mit "Siebenerrat" die sich "Fortschritt" nannte.



Erinnerungen an die Gründerzeit 1955


Der Anfang war gemacht.
Aber noch viele Stammtischrunden mit heißen Debatten und kühlem Bier waren nötig, bis aus dem warmen Eisen endlich eine ansehnliche Plastik wurde. Viele Gespräche in der Runde und im einzelnen mußten geführt werden, bis aus dem Wollen ein Können, bis aus der Wunschvorstellung eine verwirklichungsreife, von gesundem Optimismus getragene Karnevalsgesellschaft ins Leben gerufen werden konnte.
Es war soweit !

Am 12.März 1955 wurde in der späteren Narrenhochburg "Zum Rheintal" die Neckarauer Narrengilde e.V. "Die Pilwe" unter dem Vorsitz von Helmut Last gegründet.



Geburtshelfer und Gründungsmitglieder waren:


Claus, Alois Lutz, Walter Weinkötz, Elisabeth
Groh, Albert Meixner, Willi Weinkötz, Wilhelm
Gumbel, Franz Redder, Helma Wolz, Käthe
Gumbel, Hildegard Redder, Helmut Wolz, Robert
Gumbel, Ingetraud Riegl, Kurt
Gumbel, Ludwig Schliffenbacher, Franz
Hoffmann, Willi Schmitt, Johann
Janke, Fritz Schmitt, Ludwig
Kurz, Edgar Schmitt, Werner
Küstner, Heinrich Schneider, Karl
Last, Frida Weber, Fritz
Last, Helmut Weber, Heinz